3D-Brillen sind spezielle Brillen, die bei stereoskopischen Verfahren wie zum Beispiel 3D-Filmen, 3D-Fotos, benötigt werden. Die Brillen machen die räumliche Tiefenwirkung sichtbar. Das menschliche Gehirn benötigt zwingend zwei Bilder und dies pro Auge die aus zwei unterschiedlichen Positionen aufgenommen wurden, um 3D-Filme oder auch 3D-Bilder als solche wahrnehmen zu können. Für den räumlichen Eindruck ist es wichtig, dass die Bilder gleichzeitig, dennoch getrennt pro Auge zur Auswertung im Gehirn ankommen. Die Technik von 3D-Brillen sorgt dafür, dass jedes Auge nur das entsprechende stereoskopische Halbbild für das linke und für das rechte Auge wahrnimmt.
Durch die Verwendung von Farbfiltern erfolgt beim Anaglyphen-Verfahren die Bildtrennung. Die damaligen 3D-Brillen hatten vor dem linken Auge einen roten Filter und vor dem rechten Auge einen grünen Filter. Stephen Gibson verbesserte Ende der 1970er Jahre die Farbanaglyphentechnik, hierdurch wurde rot vor dem rechten Auge und Cyan vor dem linken Auge als Filterfarben verwendet. Die kalifonische Firma TrioScopics hat seit 2007 Anaglypbrillen im Angebot, welche die Filterfarbe grün für das linke Auge verwendet und Magenta für das rechte Auge.
Shutterbrillen sind ebenfalls 3D-Brillen, diese kommen zum Einsatz am Computermonitor und auch in modernen 3D-Kinos. Die Shutterbrillen haben zwei steuerbare LCD-Gläser, über den Monitor wird nacheinander abwechselnd das linke und rechte Halbbild dargestellt. Die Shutterbrillen verfügen über Flüssigkristalle, diese werden synchron im Takt des Monitorbildes abwechselnd durchsichtig beziehungsweise lichtundurchlässig geschaltet und dies ermöglicht beim Betrachten, aufgrund der perspektivischen Verschiebung der beiden Stereo-3D-Teilbilder, den 3D-Effekt. Eine Monitorfrequenz von 100 Hz wird bei den Shutterbrillen als Minimum angesehen, denn durch das Verfahren wird die Frequenz halbiert, jedes Auge bekommt pro Sekunde nur 50 Bilder angezeigt. Bei dieser Frequenz und besonders bei niedrigeren Frequenzen ermüden die Augen sehr schnell. Die konventionellen Flachbildschirme haben meistens eine Frequenz von 60 Hz, die Shutterbrillen können hiermit nicht kombiniert werden. Bei diesen Bildschirmen kann der 3D-Effekt, durch zum Beispiel Anaglypbrillen, hergestellt werden.